MLM System: Unilevel vs Matrix vs Binär

Wer sich schon einmal mit MLM (Multi-Level-Marketing), Network Marketing oder Strukturvertrieb auseinandergesetzt hat, hat auch schon von dem MLM System dahinter gehört. (MLM oder Schneeballsystem, hier klicken…) Diese Systeme regeln die Hierarchie und formelle Beziehung unter den Networkern. Somit auch, wer an wem verdient. Aus diesem Grund sollte man sich mit diesen Systemen vertraut machen und die jeweiligen Vor- und Nachteile kennen.

 

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MLM System: die wichtigsten

  • Das Unilevel-System
  • Die Matrix
  • Das Binäre-System

In diesem Artikel gehe ich nicht auf die einzelnen Systeme im genauen ein, sondern werde sie voneinander abgrenzen. Meist reicht das um zu erkennen, ob du in das jeweilige System hineinpasst. Ein Grundverständnis über MLM wird hierbei vorausgesetzt. (siehe auch hier…) Außerdem wird angenommen, dass alle Systeme in die Tiefe begrenzt sind. Ansonsten würde es einem Schneeballsystem nahe kommen.

Das Unilevel-System

Dieses System ist wahrscheinlich das einfachste MLM System und auch das freiste. Hier werden all deine direkt gewonnenen Partner in deine erste Ebene gesetzt. Diese Ebene ist unbegrenzt. Indirekte Partner sind demnach in der ersten Ebene deiner direkten Partner und somit in deiner zweiten. In wie weit du in die Tiefe beteiligt bist, hängt von dem MLM selbst ab.

Der große Vorteil dieses Systems ist, dass es keine Mitläufer gibt. So werden die Partner motiviert selbst zu arbeiten. Denn nur wer selbst arbeitet erhält untergeordnete Partner und verdient Geld. Des Weiteren, ist es einfach dieses System neuen Partnern zu erklären, was zu einer höheren Quote verhelfen kann. Auf der anderen Seite jedoch, erhält man wenig Hilfe von höher gestellten im Sinne von von oben untergeordneten Partnern (Spill- oder Fly-Over). Ein anderer negativer Punkt ist, dass man normalerweise nicht so tief wie in anderen MLM Systemen beteiligt ist. Das jedoch führt dazu, dass Aktivität promotet wird. Außerdem wird dieser Punkt durch die Unbegrenztheit der ersten Ebene teils wieder aufgehoben.

Die Matrix

Die Matrix ist ein komplizierteres MLM System, da es mehr Regeln besitzt. In einer Matrix gibt es feste Grenzen. Zusätzlich zu der begrenzten Tiefe ist auch die erste Ebene in der Breite begrenzt. Direkte Partner können somit nicht nur in die erste Ebene gesetzt werden, sondern auch darunter.

Der Vorteil der Matrix liegt vor allem in der Unterstützung. Denn ist die erste Ebene eines Höhergestellten voll, so muss er/sie neue direkte Partner anderen Partnern unterordnen, wodurch diese verdienen (Spill- oder Fly-Over). Das große Problem hierbei ist, dass auch inaktive Partner unterstütz werden. So kommt es häufig dazu, dass so ein System lahmgelegt wird. Daher versagen viele Matrix Systeme in der Realität.

Das Binäre-System

Im Binären-System hat man in der ersten Ebene lediglich zwei direkte Partner. Ein sogenanntes linkes und ein rechtes Bein. Weitere direkte Partner werden diesen untergeordnet (Spill- oder Fly-Over). Jetzt gilt es diese zwei Beine weiter auszubauen und zwar so, dass umsatztechnisch rechts und links einem festgelegten Verhältniss entsprechen.

Auch dieses MLM System hat Vorteile. Einerseits gibt es auch hier den Spill-Over Effekt, sodass auch weniger aktive Partner neue Partner durch die Upline erhalten. Dieser Effekt kann motivierend wirken, zieht aber auch inaktive Mitläufer gerne an. Zu viele davon können das System zu Fall bringen. Weiterhin kann man sich durch die lediglich zwei Beine auf sein Team besser konzentrieren. Auf der anderen Seite können so Probleme entstehen, sollte ein Bein nicht wie im Verhältnis erwünscht mitwachsen. Je nach MLM kann es dadurch zu sogenanntem „toten Kapital“ kommen, welches nicht ausbezahlt wird.

Ich hoffe wir konnten dir mit diesem Artikel einige wichtige Informationen geben, sodass du für dich besser entscheiden kannst, welches System zu dir passt.

 

Bis nächste Woche, wie immer Mittwoch um 18.00.

Kevin Liebholz & das eFairSorger-Team

 

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Selbstständigkeit vs Nicht-Selbstständigkeit

Der Unterschied zwischen Selbstständigkeit und Nicht-Selbstständigkeit ist den meisten grundsätzlich klar. Selbstständig zu arbeiten bedeutet man hat keinen Chef, außer sich selbst. Der Arbeitnehmer auf der anderen Seite verrichtet nicht-selbstständige Arbeit. Die Frage ist jetzt was sich daraus für Unterschiede, z.B. in der Lebensweise, Chancen und Risiken usw., ergeben. Denn nur, wenn du genau weißt, was es das ein und das andere bedeutet, nur dann kannst du wirklich entscheiden, was du machen willst.

 

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Nicht-Selbstständigkeit

Als Arbeitnehmer, d.h. nicht-selbständig, ist man in einem Betrieb angestellt und einem Chef zugeordnet. Es wird als nicht-selbstständig bezeichnet, weil man Aufgaben zu erledigen hat, welche einem mitgeteilt werden. Zugleich müssen die Weisungen des Chefs befolgt werden.

Selbstständigkeit

In der Selbstständigkeit verkauft man sein Können an andere, Unternehmen und Privatleute. Im Prinzip ist man ein Ein-Mann-Unternehmen welches sein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft. Diese kann in allem bestehen, von IT-Dienstleistungen über Unternehmensberatung bis hin zu Strom-/Gas- oder Finanzberatungen. Auch in einem Vertrieb ist man in der Selbstständigkeit, wobei dies eine besondere Art ist und man durch die Struktur (Artikel dazu siehe hier…) gewissermaßen gleichzeitig als Unternehmer arbeitet.

Ein Vergleich

Vergleicht man Selbstständigkeit (auch „Selbständigkeit“) mit der Nicht-Selbstständigkeit ergeben sich daraus auf beiden Seiten Vor-  und Nachteile.

Als nicht-selbständiger Arbeitnehmer hat man einen geregelteren Ablauf. Man weiß im Normalfall wann man zu arbeiten hat und wann nicht. Dafür muss man ab und zu auch Dinge tun, die man nicht oder nicht auf diese Weiße tun möchte, einfach nur, weil der Chef es sagt. Auf der anderen Seite hat man die Möglichkeit in großen Unternehmen Schlüsselrollen zu erreichen und so Einfluss auf das Geschehen auszuüben.

Auch der Sicherheitsfaktor spielt eine große Rolle. Man sagt als Angestellter habe man einen sicheren Arbeitsplatz. Durch den Arbeitsvertrag stimmt das in gewisser Weise. Doch gilt es hier zu überlegen, wie sicher man vor einer Kündigung tatsächlich ist. Vor allem in einer Zeit der Rationalisierung für höhere Gewinne und dem Ersatz von Arbeitsplätzen durch Maschinen.

Als Selbstständiger hat man im Gegensatz dazu die Gefahr schon sehr schnell keine Aufträge mehr zu erhalten. Jedoch ist man dafür selbst verantwortlich. Man kann selbst etwas daran ändern und man kann die Maßnahmen ergreifen, die man für richtig hält. In der Selbstständigkeit ist man sein eigener Chef.

Es kann gut vorkommen, dass man gerade anfangs mehr Zeit investieren muss als als Arbeitnehmer. Diese Zeit kann man jedoch frei einteilen. Lieber mittags mit den Kindern spielen und abends nochmal an den Schreibtisch. Ein weiterer Punkt ist, dass man unabhängig ist vom Gefallen eines Chefs oder davon, dass erst eine Stelle frei werden muss um befördert zu werden und mehr zu verdienen. Auch dafür ist man allein verantwortlich, denn hier zählt einzig und allein das Können.

Ein Fazit

Selbstständigkeit ist also nicht für jeden etwas. Je nachdem wie du die genannten Dinge (und noch viele weitere) gewichtest, ist es eine Überlegung wert in das eine oder das andere einzusteigen.

 

Bis nächste Woche, wie immer Mittwoch um 18.00.

Kevin Liebholz & das eFairSorger-Team

 

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Schneeballsystem vs Multi-Level-Marketing (Strukturvertrieb)

Wenn Menschen den Begriff Multi-Level-Marketing (auch MLM, Network-Marketing oder Strukturvertrieb) hören, verbinden sie ihn gleich mit dem Begriff Schneeballsystem. In manchen Fällen mag das der Fall sein und der Begriff MLM wird lediglich als Tarnung verwendet. Oft jedoch werden seriöse Unternehmen fälschlich als Schneeballsystem bezeichnet. Um zu klären um was für einen Fall es sich handelt, muss man zuerst einmal die Definitionen kennen.

 

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Was genau ist ein Schneeballsystem?

Ein Schneeballsystem ist zuallererst einmal illegal. Es lebt nur von den Investitionen neuer Mitglieder, welche an die oberen Mitglieder verteilt wird. Es gibt kein (echtes) Produkt und keine (echte) Dienstleistung. Man muss neue Leute in das System bringen, sonst bekommt man seine Investition nie zurück.

Dies funktioniert so: Um Einzusteigen zahlt man eine einmalige oder wiederkehrende Gebühr oder muss einmalig oder wiederkehrend ein (überteuertes) Produkt kaufen. So wird man selbst Händler in diesem System. Jetzt hat man die Aufgabe das Produkt weiterzuverkaufen, bzw. andere dazu zu verleiten auch die Gebühr zu bezahlen. Das Produkt kann jedoch nur weiterverkauft werden, wenn diese Kunden gleichzeitig auch Händler werden.

Es werden große Gewinne versprochen, wenn man neue Menschen in dieses System hineinbringt. Ein Schneeballsystem ist also darauf ausgelegt unendlich zu wachsen, denn nur so erhalten weiteroben stehende ihre Investition zurück, bzw. machen Gewinne. Man erkenn sofort, dass diese Systeme nicht funktionieren können, denn ein Kunde darf nie erzwungenermaßen Händler sein müssen. Aus diesem Grund sind solche Systeme auch verboten. Die Grundlage hierzu bietet das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, genauer §16 Abs. 2:

„Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Was ist Multi-Level-Marketing?

Das MLM, oder der Strukturvertrieb, ist keine neue Idee. Amway, Tupperware oder Thermomix sind die bekanntesten Beispiele hierfür. Im Prinzip arbeitet man im MLM in einem System als Großhändler und Einzelhändler. Als Einzelhändler gibt man ein Produkt oder eine Dienstleistung an eigene Kunden weiter und erhältst dafür eine Provision. Im Endeffekt wie ein Handelsvertreter.

Gleichzeitig kann man selbst als Großhändler mit eigenen Einzelhändlern zusammenarbeiten. Natürlich ist man, wie in jedem Handel, als Großhändler an den Umsätzen seiner Einzelhändler beteiligt. Die Einzelhändler können nun auch als Großhändler agieren und sich neue dazu holen. Auch an deren Umsatz ist man in bis zu mehreren Ebenen beteiligt.

Gerade in Vertrieben, u.a. in der Finanzbranche, ist diese Methode sehr beliebt. Unternehmen in dieser Branche arbeiten schon sehr lange in Deutschland. Daran kann man erkennen, dass echte MLM und Strukturvertriebe funktionieren und auch definitiv erlaubt sind.

Wie unterscheide ich Schneeballsysteme von einem MLM oder Strukturvertrieb?

Die wichtigsten Punkte, es gibt noch einige mehr, sind folgende:

  1. In einem MLM wird im Normalfall keine Zahlung oder kein Kauf als Grundlage für die Zusammenarbeit verlangt. Wenn doch, dann in einem überschaubaren, sinnvollen Maße und nicht überteuert (z.B. Kauf einer Flasche monatlich nach dem Motto: Wie soll ich denn etwas verkaufen, dass ich selbst nicht nutze?“).
  2. Hinter einem MLM steht ein sinnvolles Produkt oder eine sinnvolle Dienstleistung, die man an Kunden verkaufen kann.
  3. In einem Strukturvertrieb erhältst du immer Geld für einen Verkauf, unabhängig davon, ob du schon Einzelhändler unter dir hast oder nicht.
  4. In einem Strukturvertrieb muss ein Kunde nie gleichzeitig Händler sein. Er kann wenn er will, muss aber nicht.
  5. Ein Schneeballsystem braucht den Zuwachs von neuen Mitgliedern, denn sonst kann kein Geld ausbezahlt werden.
  6. Auch wenn in einem MLM Zuwachs von weiteren Händlern erwünscht ist, so ist er nicht zwingen notwendig um Ertrag für das Unternehmen und den Händler einzubringen. Ein Händler ist nicht dazu verpflichtet neue Händler zu gewinnen, denn er kann auch allein durch den Verkauf des Produktes oder der Dienstleistung sein Einkommen steigern.

 

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Wann muss ich ein Gewerbe anmelden?

Wir hören oft die Frage, ob man denn ein Gewerbe anmelden muss, wenn man bei eFairSorger aktiv werden will. Diese Frage stellen sich auch viele, die nebenberuflich in einem Vertrieb tätig werden wollen, sei es Finanzen, Tupperware oder Thermomix. Die grundlegende Antwort findet sich in §14 Abs. 1 1. Satz GewO:

„Wer den selbständigen Betrieb eines stehenden Gewerbes, einer Zweigniederlassung oder einer unselbständigen Zweigstelle anfängt, muss dies der zuständigen Behörde gleichzeitig anzeigen.“
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